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14.05.2010 - Vaihingen an der Enz

7 Auszubildende vom Kaltenstein ausgezeichnet

30 Jahre Berufswettbewerbe im Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands e. V.

Sieben Azubis des CJD Jugenddorfes Schloss Kaltenstein überzeugen mit ihren Leistungen und setzen sich beim jährlichen Berufswettbewerb des Christlichen Jugenddorfwerks durch. In den Kategorien Gastgewerbe und Koch bzw. Beikoch schaffen es Kerstin Baur und Fabio Grava jeweils auf den sechsten Platz. Bei den Friseuren belegen Daniela Meier und Anja Baumann die Plätze vier und fünf. Hatice Güler erringt im Bereich Hauswirtschaft den fünften, bei den kaufmännischen Berufen sichern sich Tina Schultheiß und Stephanie Gehring den zehnten und elften Platz. Seit nunmehr 30 Jahren gibt es die Berufswettbewerbe, bei denen Auszubildende mit Handicap, die auf dem ersten Ausbildungsmarkt keine Chance hatten, Leistung zeigen. Bei der gestrigen (6. Mai) Abschlussfeier in Wolfsburg wurden die Siegerinnen und Sieger der bundesweiten Wettbewerbe ausgezeichnet.

 

1.493 Auszubildende aus 28 CJD Einrichtungen nahmen 2009/2010 an den Berufswettbewerben teil, um ihr fachliches Können zu demonstrieren. Bei der Abschlussfeier, ausgerichtet vom CJD Jugenddorf Wolfsburg, wurden die 84 Bestplatzierten geehrt – für viele Jugendliche ist das der Höhepunkt ihrer Ausbildung im CJD. Als Schirmherr der diesjährigen Veranstaltung fungierte Wolfsburgs Oberbürgermeister Professor Rolf Schnellecke. Bürgermeisterin Bärbel Weist lobte in seiner Vertretung: „Seit 30 Jahren erhalten junge Menschen im CJD die Chance der Teilhabe, dafür möchte die Stadt Wolfsburg laut, überzeugt und deutlich ‚Danke’ sagen!“ Festredner Professor Heiko Gintz, Leiter Berufsausbildung der Volkswagen Coaching GmbH, sah das ähnlich: „Es ist unerlässlich, dass wir jungen Menschen eine Chance geben - und das tut das CJD in vorbildlicher Weise“.

 

CJD Vorstand Hans Wolf von Schleinitz betonte die langjährige Tradition der Berufswettbewerbe: „Es kommt jetzt verstärkt in Mode, sich den Menschen mit Handicap anzunehmen und sie in das Berufsleben zu integrieren.“ Im CJD sei es aber keine Mode, sondern jahrzehntelanger, grundlegender Auftrag – wie es die 30. Abschlussfeier der Berufswettbewerbe beispielhaft zeige. Detlev Jähnert, Referent des niedersächsischen Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung, wandte sich an die teilnehmenden Jugendlichen: „Das CJD bietet Chancen und Sie, liebe Gewinnerinnen und Gewinner, haben diese Chancen genutzt. Damit sind Sie auch Macher, vor allem Mutmacher für andere Menschen, indem Sie zeigen, wie man seinen Platz in der Gesellschaft finden kann.“

 

Erik Malitte, Auszubildender aus der CJD Berufsbildungswerk Gera gGmbH und Sieger der Berufswettbewerbe bei den Gärtnern, hat seine Möglichkeiten genutzt: „Ich habe im CJD eine Chance bekommen, nachdem ich ganz unten war. Die Arbeit gibt mir Selbstvertrauen, auf meinem Weg weiter zu gehen – und der Sieg im Wettbewerb ist die Krönung.“

 

Die CJD Berufswettbewerbe

Die Berufswettbewerbe im CJD gehören seit 30 Jahren zum Standard der Beruflichen Bildung. In diesen dreizehn Berufsgruppen wurden 2009/2010 die Besten ermittelt: Tischler und Fachwerker, Metalltechnik, Maler und Lackierer, Koch/Beikoch, Kaufmännische Berufe, Verkauf, Hochbaufacharbeiter, Hauswirtschaft, Gastgewerbe, Gärtner, Garten- und Landschaftsbau, Friseur, Drehtechnik. Das CJD möchte mit den Berufswettbewerben mehrere Ziele erreichen: Die Auszubildenden durch konkreten Leistungsvergleich für ihre Ausbildung stärken und die Entwicklung ihrer Persönlichkeit fördern, einen fachlichen Informationsaustausch zwischen Berufsausbildern verschiedener CJD Einrichtungen ermöglichen und eine Reflexion über konkrete Ausbildungssituationen im Vergleich herstellen - sowie die Entwicklung von neuen, ausbildungsbezogenen Übungsstücken fördern.

 


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